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Schmetterling Transformation der Wut in Kraft

Schon in den Sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts beschrieben die Wissenschaftler Cain & Cain die besondere seelische Situation, in der sich Menschen befinden, denen bewusst – oder auch unbewusst – die Aufgabe übertragen wurde, ein Familienmitglied zu ersetzen. Die Bindung zu den Eltern in Schmerz und Trauer ist oft zerbrechlich. Das Kind erlebt, dass der Kontakt nicht verlässlich ist.

Und obwohl dieses Thema unzählige Menschen auf der ganzen Welt betrifft, rückt es doch erst in den letzten Jahren ein wenig in den Blick der Öffentlichkeit. Ich habe hier aus meiner persönlichen und auch spirituellen Sicht geschrieben, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass das „Nicht-Gewollt-Sein“, oder vielleicht besser gesagt, das „Nicht-So-Gewollt-Sein“, Auswirkungen auf mein gesamtes Leben hatte und auch das Gottesbild stark beeinflusste. 

Dieselbe Unsicherheit, die mich in der Verbindung zu anderen Menschen hatte ständig erspüren lassen, wie ich denn sein sollte, setzte sich spirituell fort: Die Sicherheit war nur geliehen. An Bedinungen geknüpft. Und letztenendes unerreichbar. Wie grausam angesichts der Vorstellung von einem allmächtigen Wesen, das mich jederzeit prüfen und am Ende zornig verdammen würde. Es brauchte sehr lange, bis ich einen verlässlichen Kontakt zu mir selbst, zu den anderen und auch zu einer liebevollen Gottesvorstellung knüpfen konnte.

Vielleicht hast du damit auch Erfahrungen gemacht?

Vielleicht hat die spirituelle, die Glaubens-Ebene, aber auch gar keine Bedeutung für dich. Oder aber sie sieht ganz anders aus als meine.

In jedem Fall würde ich mich freuen, wenn wir in einen Austausch treten könnten.

Gern hier im Forum oder auch – wenn dir das lieber ist – persönlich. Meine Daten und das Formular, um einen Telefontermin mit mir zu vereinbaren, findest du am Ende der Webseite.

Welche Erfahrungen hast du gemacht? Welche Gedanken, Gefühle, Assoziationen bewegen dich? Alles, was uns auf unserem Weg zu uns selbst weiterbringt, ist wertvoll. Sinnvoll. Ich freue mich auf dich.

Wenn du magst, schreibe mir gern deine Gedanken dazu

 
 
 
 
 

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Ich freue mich sehr auf einen Austausch.
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Christine
Christine


schrieb am 1. Februar 2026

um
20:12

Liebe Frances,
vielen Dank für all die Informationen rund um die Thematik der Ersatzkinder. Durch dich und den Podcast vom VFP bin ich erstmals auf die Begrifflichkeit "Ersatzkind" gestoßen und fühle einen Raum, der sich auftut und in dem ich mich aufgehoben fühlen kann.
Ich falle auch in diese Kategorie und bin bereits in der Kindheit mit dem Wissen aufgewachsen, geboren worden zu sein, um meine Eltern nach dem frühen Tod meines Bruder wieder glücklich machen zu können.
Viele Jahre lang hat mich dieses Wissen begleitet ohne tiefe Spuren zu hinterlassen – so dachte ich. Doch in meinen 30ern tat sich eine große Traurigkeit auf und tiefe Schuldgefühle, die ich zunächst nicht richtig zuordnen konnte. Nach und nach wurde mir bewusst, dass Gedanken wie bspw. `kein Recht auf Leben` oder `eigentlich sollte mein Bruder an meiner Stelle existieren, dann wäre meine Familie eine glücklichere` sich fest in mir verankert haben.
Mittlerweile kann ich solche Gedanken vom Verstand her zwar besser einordnen, doch die Gefühle sprechen manchmal noch eine andere Sprache und ich denke, es liegt noch ein Stück Weg vor mir um meinen Platz auf der Welt zu finden.
Ich kann dir nur zustimmen, der Schlüssel liegt in der Trauer und ihrer Verarbeitung.
Meine Eltern haben ihre Trauer nie bewältigen können, sondern den Weg der Verdrängung gewählt. Doch ich habe die Möglichkeit mich statt ihrer mit ihr auseinander zu setzen und meinem Bruder in liebevollem Andenken den Raum zu schaffen, den er verdient.

Vielen lieben Dank für deine inspirierenden Gedanken!

Alles Liebe
Christine

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